SOZIALES ENGAGEMENTPARTNERSCHAFT MIT HELVETAS

Helvetas und Geberit – Gemeinsam für sauberes Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser und Hygiene sind die Grundlage für gesundes Leben und für erfolgreiche Entwicklung. Eine Aussage, die bei Geberit ebenso viel gilt wie bei der Entwicklungsorganisation Helvetas. Beide bezeichnen es als zentralen Teil ihres Auftrages, sauberes Wasser zu den Menschen zu bringen und Abwässer zu entsorgen.

Das ist denn auch der Grund, warum sich die beiden im Jahr 2010 auf eine Partnerschaft einigten und sich ein ehrgeiziges Ziel setzten: Bis ins Jahr 2015 sollten einer Million Menschen in Entwicklungsländern zu Trinkwasser verholfen werden. Das Ziel war schon im Jahr 2013 erreicht, und seit Beginn der Zusammenarbeit hat Helvetas – mit Unterstützung von Geberit – drei Millionen Menschen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung ermöglicht.

Weitere Zusammenarbeit

Geberit und Helvetas haben im 2017 wiederum vereinbart, die Partnerschaft um zwei weitere Jahre zu verlängern. Geberit wird die Öffentlichkeitskampagne von Helvetas auch zukünftig mit einem namhaften Betrag unterstützen. Damit soll weiterhin ermöglicht werden, die Schweizer Bevölkerung für die Unterstützung von Trinkwasser- und Sanitationprojekte zu gewinnen.

Perspektivenwechsel - Installieren in einer anderen Welt

Der „Perspektivenwechsel“ ermöglicht zwei Schweizer Sanitärinstallateuren während zehn Tagen den Alltag eines nepalesischen Installateurs hautnah mitzuerleben. Sie begleiten ihre Berufskollegen in Nepal bei der Arbeit und packen auf der Baustelle auch selber mit an. Ein paar Nächte verbringen sie in den Familien ihrer Gastgeber und erhalten Einblicke in die fremde Kultur.

Perspektivenwechsel 2019

Christian Theiler und Markus Herrli, Installateure bei der Firma Bachmann Lyss AG, reisten nach Kathmandu um dort ihre nepalesischen Berufskollegen zu treffen.

Am 1. November reisten Markus Herrli und Christian Theiler, Sanitärinstallateure bei Bachmann AG, Lyss, nach Kathmandu und erlebten während 10 Tagen den Alltag ihrer Berufskollegen in Nepal hautnah mit. Sie begleiteten zwei Berufskollegen bei der Arbeit und packten auf der Baustelle auch selber mit an. Zwei Nächte verbrachten Sie bei ihrem Gastgeber und erhielten tiefe Einblicke in die fremde Kultur.

Markus und Christian waren bei Samjhana Kas Shrestha und Subash Tamang zu Gast. Samjhana ist eine weibliche Berufskollegin, was in Nepal noch seltener vorkommt als in der Schweiz. Die Onkel von Samjhana sind alle «Plumbers» und haben sie dabei unterstützt, diesen Beruf zu lernen. Während der Ausbildung sei sie zuerst belächelt worden, erzählte sie, als aber Samjhana ihr Fähigkeiten unter Beweis stellte, wurde sie schnell von allen akzeptiert. Heute arbeitet sie als selbständige Sanitärinstallateurin und ist in einer Ausbildungsstätte als Instructor tätig.

Auch Subash, bei dem Markus und Christian zwei Tage wohnten, ist als Sanitärinstallateur tätig. Hauptsächlich unterrichtet er aber in einer Ausbildungsstätte den Sanitärnachwuchs. Von Subash’s grossen Familie wurden die beiden Schweizer sehr herzlich begrüsst und aufgenommen.

Einen zentralen Aspekt stellte der Besuch eines Ausbildungszentrums innerhalb des Helvetas Employment Funds dar. Mit dem von der DEZA mitfinanzierten Projekt «Employment Fund» unterstützt Helvetas Arme und Benachteiligte mit praktischen Berufsausbildungen. So steigen ihre Chancen auf Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote ist nämlich mit 46% unter den jüngeren Nepali sehr hoch. Ziel ist, dass die Absolventen Arbeit finden. Deshalb ist die Bezahlung der Trainingsanbieter an den Erfolg gekoppelt. Das System funktioniert: 71% der Absolventen sind auch 3 Jahre nach Ausbildungsabschluss noch in einer Anstellung oder haben sich – wie Samjhana und Subash – erfolgreich selbstständig gemacht. Denn auch sie haben im Jahr 2014 in einer vom Employment Fund unterstützten Ausbildungsstätte ihre Sanitärausbildung absolviert.

Markus und Christian begleiteten ihre Berufskollegen zudem auf deren Baustellen und packten gerne auch selber mit an. «Auf der Baustelle ist so ziemlich alles anders als gewohnt. Die nepalesischen Installateure müssen mit deutlich weniger Werkzeug auskommen. Trotzdem funktioniert zum Schluss alles», erzählt Christian.

Der Besuch der nepalesischen Berufsschule und die Mitarbeit auf der Baustelle festigt bei den beiden Schweizer Installateuren das Verständnis dafür, wie ihre Gastgeber dank Helvetas und schlussendlich auch dank der Unterstützung durch Geberit den Einstieg ins Berufsleben geschafft haben.

Die Woche vergeht schnell. Zurück in der Heimat setzen sich die Eindrücke so langsam und Markus und Christian verarbeiten die vielfältigen Erlebnisse. Ein Interview mit den Beiden über das Erlebte und die Eindrücke wird bald hier nachzulesen sein.

Weiterführende Informationen

Gemeinsam für sauberes Trinkwasser